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Die folgenden Arbeiten sind Entwicklungen von
performativen Ritualen, die unabhängig von ihrem Inhalt wirken. Die Erfindung von »Spielen«.
Autonom von und offen für den Transport unterschiedlicher Botschaften. Eine zeitlose Figur, die ein Einzelereignis hervorbringt:

(...) Die Skulptur wird zum performativen Objekt, das erst durch die Partizipation des Publikums und die Interaktion mit aktiven BesucherInnen vollendet wird und gesellschaftliche Wirkung erhält.
Jenseits reitender Helden und plätschernder Brunnen erobert sich Kunst damit ihre ureigenste Rolle bei der öffentlichen Verhandlung von Werten und Zielsetzungen für die Gesellschaft von heute und morgen. (Gerald Bast,
Peter Weibel)

Text

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Vision Rheinstadt

Die Auflösung aller Vorarlberger Rheintalgemeinden und
die Gründung einer neuen gemeinsamen Stadt. Ein Gerichts-verfahren, mit den besten Argumenten. Uraufführung: 29. Juli 2017, Vorarlberger Landeskonservatorium, Feldkirch


Traum oder Albtraum? Eine Stadt mit 250.000 Einwohnern? Eine Verwaltung statt 29 selbständiger Gemeinden? Die besten Pro- und Kontra-Argumente. Eine Debatte mit Experten wie den Alt-Bürgermeistern Wolfgang Rümmele und Josef Mathis, Architekt Hugo Dworzak, den Stadt-und Raumplanerinnen Sybilla Zech und Maren Peter oder dem Regionalentwicklungsexperten Architekt Roland Gruber. Kommentiert von dem Pianisten David Helbock, domptiert von Richter Wolfgang Muther. Das Urteil fällte
das Publikum in der Rolle der Geschworenen: Bitte starten!

Montforter Zwischentöne

Montforter Zwischentöne

Montforter Zwischentöne

Montforter Zwischentöne

Montforter Zwischentöne

Montforter Zwischentöne

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The Fairy Queen

Konzert für Barockensemble, Seelsorger und Fotokünstler:
Das Ensemble Concerto Stella Matutina, Eugen Drewermann und Projektionen großformatiger Fotografien von René Dalpra. Uraufführung: 30. Juni 2017, Montforthaus Feldkirch

Frei nach Shakespeares Sommernachtstraum komponierte Henry Purcell dieses zauberhafte Werk der Musikgeschichte. Im Zentrum seiner Irrungen und Wirrungen steht eine Nacht im Wald. Im Wald der Träume, der Sehnsucht und des Begehrens. Wir verwendeten monumentale Schwarz-Weiss-Aufnahmen eines Waldstückes aus Vorarlberg und Eugen Drewermann improvisierte während des Konzertes zu psychoanalytischen Deutungen des Waldes.
Konzeption/Formatentwicklung: Hans-Joachim Gögl/Folkert Uhde. Regie: Ilka Seifert

Fairy Queen

Fairy Queen

Fairy Queen

Fairy Queen

Fairy Queen

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Der Messias – Liveschaltung ins Diesseits

Oratorium von Georg Friedrich Händel, 19.11.2016, Montforthaus Feldkirch mit dem Kammerchor Feldkirch, Ensemble Concerto Stella Matutina und Hanno Settele als Reporter.

Dramaturgisches Konzept: Während des Konzertes schalten wir einen Live-Reporter zu. Er interviewt Menschen, die zu den zentralen Fragen des Werkes Stellung nehmen. Eine Kontextualisierung des Oratoriums mit Experten des Alltags zu Themen wie Mobbing, Sterbe-Begleitung, Geburt und Auferstehung. Realisiert im Rahmen des Schwerpunktes »sterben – Über das Loslassen« der Montforter Zwischentöne. Konzeption/Formatentwicklung: Hans-Joachim Gögl/Folkert Uhde.

MESSIAS

MESSIAS

MESSIAS

MESSIAS

MESSIAS

MESSIAS

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Mörder Seelen

Gerichtspsychiater Reinhard Haller, Autor
Raimund »Tschako« Jäger und Schlagzeuger
Alfred Vogel im Dialog, 17. November 2016, Altes Hallenbad Feldkirch


Jam-Session zwischen dem Autor eines kriminologischen Lexikons, einem der renommiertesten Gerichtssachverständigen Europas, kommentiert vom Percussionisten Alfred Vogl. Realisiert im Rahmen des Schwerpunktes »sterben – Über das Loslassen« der Montforter Zwischentöne.

MÖRDER SEELEN

MÖRDER SEELEN

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Quintett für vier Sterbebegleiter und Cello

Ein Arzt, ein Priester, eine Angehörige und ein Hospiz-Begleiter erzählen einem Cellisten und dem Publikum von ihren Erfahrungen.
18. November 2016, Festsaal Landeskonservatorium Feldkirch

Eines der schlichtesten aber eindrücklichsten Formate, die ich bisher entwickelt habe. Vier Alltagsexperten erzählen nacheinander von ihrer Arbeit, ihren Erfahrungen. Ein Musiker antwortet auf jede der Erzählungen mit einem spontan ausgewählten Stück. Realisiert im Rahmen des Schwerpunktes »sterben – Über das Loslassen« der Montforter Zwischentöne.
Konzeption/Formatentwicklung: Hans-Joachim Gögl/Folkert Uhde.

MÖRDER SEELEN

MÖRDER SEELEN

MÖRDER SEELEN

MÖRDER SEELEN

MÖRDER SEELEN

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Große Pause

Spaziergänge zu Zeitforschern, Fußballtrainer, Harfenistin und vielen mehr im ganzen Haus Freitag, 1. Juli 2016, Montforthaus Feldkirch

Zwölf Zeit-Expertinnen und Musiker präsentieren dem Publikum zu Beginn des Abends einen kurzen Überblick zu ihren Beiträgen. Danach verteilen sie sich in einzelne Räume im ganzen Haus. Das Publikum wählt aus den verschiedenen Angeboten selbst aus, wen es im Laufe des Abends besucht. Ein kulinarisches Open Space-Format mit Mini-Konzerten, Filmvorführungen und Dialogen. Ein sprühendes Potpourri an vielfältigen Zugängen, Erkenntnissen und Kommentaren rund um das Thema »Pause – Über das Innehalten«. Konzeption/Formatentwicklung: Hans-Joachim Gögl/Folkert Uhde.

1

Zu Beginn setzten wir alle 10 Experten an eine Tafel mitten im Saal. Jeder erklärte kurz was er anbieten wird und dann verteilten wir alle in unterschiedliche Räume im ganzen Haus.

2

Der Philosoph Rüdiger Safranski im Dialog.

2

Masumi Nagasawa gehört zu den herausragenden zeitge- nössischen Harfenistinnen für Alte und Neue Musik.

3

»Holland Baroque« interpretiert die unvollendete »Kunst der Fuge« von Johann Sebastian Bach.

4

Jürgen P. Rinderspachers Forschungsschwerpunkt ist Sozial- wissenschaftliche Zeitforschung.


Red follows Yellow – short version from Moniker on Vimeo.

Rot folgt Gelb folgt Blau folgt Rot
Ein begehbarer Video-Clip in drei Farben und fünf Musikstücken Uraufführung: Freitag, 26. Februar 2016, Montforter Zwischentöne

Mein Auftrag an das Amsterdamer Künstler-Kollektiv »Moniker« gemeinsam mit dem Trio »Klanglabor« erstmalig eine Live-Konzert-Dramaturgie zu entwickeln, in der das Publikum Produktionsmittel und Betrachter eines im Hier und Jetzt gestalteten Video-Clips ist. Eine ästhetische und gleichzeitig politisch relevante Mustersprache, die das stimmige Maß zwischen Freiheit und Regel thematisiert.

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CREDO – Konzert-Installation
29. 11. 2015/Montforter Zwischentöne

Ein Format: Ein ganzer Tag. Von 6 Uhr morgens bis 22 Uhr abends. Ein Raum für Stille, eine Lichtinstallation, sechs Live-Konzerte, eine Kapelle über einer Brücke mit zehn Glaubensfragen.

credo

Die Keimzelle und gleichzeitig den Höhepunkt der dritten „Montforter Zwischentöne“ markierte der erste Adventsonntag am 29. November 2015. Von 6 Uhr morgens bis 21 Uhr abends fanden im Rhythmus des mönchischen Stundengebets Konzerte und kurze Einführungen zu bedeutenden Mystiker vom Mitttelalter bis heute statt. Die musikalische Klammer dazu bildete einer der großen Violinzyklen des klassischen Repertoires: Die Rosenkranz- oder Mysteriensonaten von Heinrich Ignaz Franz Biber (1644–1704), die der Komponist den fünf freudenreichen, schmerzhaften und glorreichen Geheimnissen des Rosenkranzes widmete. Sie konnten sowohl live in der Kapelle des Landeskonservatoriums Feldkirch oder als Direkt-Übertragung in die Lichtinstallation „Silent Swing“ im Großen Saal des Montforthauses erlebt werden.

Dramaturgie: Hans-Joachim Gögl und Folkert Uhde
Lichtinstallation: Erwin Redl
Solo-Violine: Midori Seiler, Orgel Christian Rieger

credo

Aglaya Mika mit einer Einführung in Leben und Werk Hildegards von Bingen.

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Die Äbtissin von Gwiggen/Maria Stern, Hildegard Brem, mit Portraits zu Benedikt von Nursia und Brnard von Clairvaux.

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Ein Mikro-Pilgerweg zwischen den Einführungen im Montforthaus und den Live-Konzerten im Altbau des Landeskonservatoriums.

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Die Barockkirche im Landeskonservatorium. Midori Seiler und Christian Rieger führten zwischen 6 Uhr morgens und 22 Uhr abends alle Rosenkranzsonaten von Heinrich Ignaz Franz Biber auf.

Lichtgestaltung: Folkert Uhde

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Der Eintrittsbereich vor der Licht-Installation. Schuhe Ausziehen und ein langsames sich Einlassen auf den »Raum für Stille«. Der, mitten in der Stadt, drei Tage lang als urbanes kontemplatives Territorium durchgehend geöffnet war.

Design: Alex Valder

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»Silent Swing«, eine Lichtinstallation des Austro-Amerikanischen Künstlers Erwin Redl. Zwei Licht-Pendel, die langsam, immer wieder Farbe und Rhythmus wechselnd, durch den Großen Konzertsaal des Montforthauses schwingten.

credo

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Frage-Zeichen – Kapelle für 30 Sekunden
12. bis 29. November 2015/Montforter Zwischentöne

Die Verwandlung einer bestehenden Brücke als kontemplative Rauminstallation. Rund 30 Sekunden benötigt man, um über den hölzernen Ganahl-Steg in Feldkirch von einem Ufer zum anderen zu kommen. 30 Sekunden Zeit für zwei Glaubens-fragen. Der Steg führt nach innen.

Idee: Hans-Joachim Gögl und Folkert Uhde
Basiskonzept: Rose Epple, Hans-Joachim Gögl, Alex Valder
Gestaltung/Architektur: Rose Epple, Alex Valder

glauben

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Richtig Recht haben – Match im Schwurgerichtssaal
2. 7. 2015/Monforter Zwischentöne

Sechs kontroverse Plädoyers zwischen der Berliner Mediatorin Anne-Ruth Moltmann Willisch und dem Vorarlberger Anwalt Ekkehard Bechtold. Kommentiert vom neutralen Schweizer Klarinettisten Claudio Puntin.

2. Juli 2015, im Schwurgerichtssaal
des Landesgerichts Vorarlberg

Richtig Recht haben

Richtig Recht haben

Richtig Recht haben

Was gibt es Spannenderes, als einem beherzt geführten Disput, einem Wettbewerb der besten Argumente zuzuhören?
In jeweils drei immer kürzer werdenden Plädoyers antworten die beiden ExpertInnen aufeinander. Dazwischen musikalische Zusammenfassungen durch den Schweizer Star-Klarinettisten Claudio Puntin. Richter ist das Publikum. Ein ausverkaufter Abend brillanter Rhetorik in immer kürze werdenden Plädoyers.

Ein Streit über den Streit. Ein Disput über die besten Haltungen und Spielregeln, um Recht, im besten Fall Gerechtigkeit zu finden. In den letzten Jahren wurden im Vorfeld manch rechtlicher Auseinandersetzung vermehrt sogenannte Mediationsverfahren durchgeführt. Durch Unterstützung einer »allparteilichen«, moderierenden Person sollen die Konfliktparteien freiwillig und gemeinsam zu einer außergerichtlichen Lösung gelangen. Eine Vorgangsweise, die im Gegensatz zum »Duell« der möglichst besten anwaltlichen Vertreter steht.

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versöhnen – Über das Beenden des Streits
Sonntag, 5. Juli 2015, Montforter Zwischentöne

Konzert für Ordensfrau, Akkordeon, Historiker, Gambe und Konfliktforscher

versöhnen

Jam-Talk: Uraufführung einer Format-Erfindung. Diese Matinee war die Premiere eines Dialog-Formats zwischen Expertinnen und Experten verschiedener Kompetenzen und Künstlern, die mit ihren Instrumenten antworten. Sie schaffen mit musikalischen Einwürfen, Fragen und Beiträgen Resonanzräume für das Gesagte und Gehörte.

versöhnen

Fünf Experten für Versöhnung, Zu-Hören und Resonanz: Friedensforscher Friedrich Glasl, Ordensfrau und Buchautorin Melanie Wolfers, Akkordeonist Pascal Contet, Holocaust-Forscher Werner Dreier und die Gambistin Romina Lischka.

versöhnen
In diesem Dialog-Konzert mit Expertinnen und Experten rund um das Thema »Versöhnung« experimentierte ich mit Haltungen des Zuhörens und Argumentierens und führe noch eine weitere Ebene ein: Die nicht gegenständliche Sprache der Musik. Die beiden Instrumentalisten antworten mit Gambe und Akkordeon, ergänzen, argumentieren, kommentieren ... Vor allem schaffen sie Zwischentöne und Zwischenräume des Nach- und vielleicht Vordenkens. Für mich war diese Matinee eines der schönsten »Konzerte«, die ich bisher erleben und gestalten durfte.

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Liebesanfänge. Wie zwei sich finden
Ein Archiv erster Begegnungen

Geschichtensammlung, Video-Installation,
Konzertdramaturgie, Montforter Zwischentöne 2015

Im Zeitraum eines halben Jahres sammelte ein Team von vierzehn Personen Liebesanfangsgeschichten in der Region. Die aufgespürten Erlebnisse wurden in kurzen Berichten schriftlich dokumentiert. Eine Auswahl davon wurden in Videos von ihren Protagonistinnen und Protagonisten selbst erzählt. (s. Video oben)

Das begleitende »Making-of-Video« fasst die Erfahrungen der Geschichtensammler zusammen. (s. Video unten)

»Liebesanfänge – Ein Archiv erster Begegnungen« ist ein Storytelling-Projekt von Hans-Joachim Gögl und Mark Riklin, das im Rahmen der »Montforter Zwischentöne« 2015 realisiert wurde. Auszüge aus den Videos sind zudem Teil der Konzertdramaturgie »Liebe sag’, was fängst du an?« entwickelt unter der Federführung von Folkert Uhde. Kamera und Schnitt: Hansjörg Kapeller.

liebesanfänge

In einer Installation, die vom 22. Februar bis zum 1. März 2015 im Foyer des Montforthauses zu sehen war, gab es rund 40 Texte mit gesammelten, authentischen Liebesanfangsgeschichten von Menschen aus der Region zu lesen. Dazu ausgewählte Erzähler der eigenen Liebesanfangsgeschichte auf Video sowie die Geschichtensammler über ihre Erfahrungen beim Aufspüren der Lebensgeschichten.

liebesanfänge

liebesanfänge

Zuletzt geändert von Hans-Joachim Gögl am 24. November 2017